Posts by Tai Ookami

    *Wie befürchtet ließ die Priesterin den nassen Wolf schnell wieder los, aber sie machte ihm dabei unmissverständlich klar, dass er sich schleunigst trocknen sollte. Allerdings gefiel ihm der Gedanke des Föhnens nicht so sehr... immer dieses neumodische Zeug. Doch bevor er irgendwelche noch Wiederworte von sich geben konnte, war die für ihr Alter unehimlich wendige Priesterin auch schon ins Nebenzimmer gehuscht und kam mit einem gigantischen Föhn zurück. (Anmerkung des Erzählers: Spaceballs-Kenner werden wissen, wovon ich schreibe!) Tai wollte etwas zu seiner Verteidigung stammeln, aber es war zu spät. Mit der ganzen Gewalt modernster Technik schoss ein heißer Luftstrahl auf sein Nasses Fell, das sofort eigenartig abzusetehn begann. Welch ein Anblick... Ein Fellknäul wäre nichts dagegen. Er wehrte ab.*


    "Genug genug... das reicht. ^^' Ich kann ohnehin nicht so lange bleiben und muss bald wieder raus ins Nass. Aber ja... du liegst fast richtig. Allerdings sind die Waffelröllchen glücklicherweise unbeschädigt. Warte mal..."


    *Sprachs und holte aus seiner nassen Kleidung einen kleinen Beutel aus feinstem Puchu-Leder hervor. Dieses besondere Material hatte dem ganzen Unwetter tapfer Stand gehalten und wie auf wundersame Weise zerbrachen die Röllchen im Inneren auch nie. Lächelnd überreichte er ihr das Geschenk.*


    "Hier, die sind für dich. Aber iss nicht alles auf einmal auf ;)"


    *Danach verabschiedete er sich wieder und wandt sich dem Gehen zu. Es war trotz des Unwetters ein guter Tag gewesen und er war froh, dass es der Priesterin noch so gut ging.*


    "Also... bis demnächst!"

    *Kaum hatte er seine Gedanken zu ende geführt, wurde auch schon die Türe geöffnet. Vor ihm stand, als sei überhaupt keine Zeit vergangen, die Hohe Priesterin in yattagrünem Gewand. Sein Blick bleibt zunächst starr und er wirkt etwas unbeholfen, als sie ihm auf ihre eindrucksvolle Art klarmacht, dass er sich kaum verändert habe. Äußerlich wohl nicht, das mochte sein. Er unterdrückt einen kleinen Seufzer und sein starrer Blick löst sich zu einem freundlichen Lächeln auf, als sie kichernd hinzufügt, dass der Regen wohl seine Ankunft lautstark verkündet hat.
    Grinsend und zwinkernd setzt er zu einer Antwort an:*


    "Tja und wie ich sehe, ist deine Nase noch immer so gut wie früher. Dann weißt du ja auch sicher, weshalb ich hier bin", sprachs und trat ein. Auch im Inneren des Zimmers hatte sich kaum etwas verändert, wobei er sich schon fragt, ob sich nun neuerdings nicht doch eine WII zu ihrer Einrichtung gesellt hat. Aber was sollte diese Frage? Eine Wii bei der Hohen Priesterin des Yatta-Ordens, welch ein Gedanke... Oh ja. Er klang geradezu nach Spaß und vergangenen alten Zeiten. Zeiten, die viel zu lange schon vergangen waren und einer neuen Zukunft Platz machen mussten. Tai tritt ein paar Schritte näher und hängt seinen triefend nassen Umhang an einen Haken.


    "Also, hier hat sich auch kaum fast was verändert... na wie auch immer. Ich wollte dir alles Gute zum Geburtstag wünschen und wie ich sehe, treffe ich dich sogar persönlich an", fing er an und nahm sie anschließend vorsichtig in den Arm. Natürlich in der Hoffnung, sie dadurch nicht zu sehr einzunässen und dass sie diese Geste nicht verlernt hatte.


    "Alles Gute, Ginome. Mögen deine Pflanzen immer die Grünsten sein, deine Waffelröllchen immer die knusprigsten und mögest du nur vom besten Kakao trinken... oder so ähnlich ;)"

    *Unbarmherzig peitsche der Regen über da Land und hüllte die Umgebun in graues, kaltes Nass. Eine große Gestalt arbeitet sich flink und relativ sicher durch die Äste knarriger Bäume, immer den eisigen Wind im Gesicht. Dieses Jahr wehte er besonders stark. Wo war nur das glänzende Weiß geblieben, dass sonst ganz Yattaland zu dieser Jahreszeit in einer feierlichen Pracht erstrahlen ließ?
    Diese eigenartigen Wetterumstände, die schon einsetzende Dunkelheit und nicht zuletzt die Tatsache, dass er dieses Land seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr betreten hatte, taten ihr Übriges. Er erkannte das Land kaum wieder. War es wirklich schon so lange her? Wie Zeugen einer längst vergangenen Zeit drangen Scherben der Erinnerung in seinen Geist. Er war so glücklich gewesen... und jetzt? Nun, er hatte seinen Weg gefunden. Es war kein leichter, aber niemand hatte das auch jemals behauptet. Er war in seinem selbstgesuchten Exil um einiges reicher an Erfahrung geworden, aber war er noch der Selbe wie einst? Auch wenn das Land sich auf den zweiten Blick kaum verändert hatte, es fühlte sich alles so anders an. Wie sehr sehnte er sich nach der wärmenden Sonne, den gemeinsamen Abenteuern und dem einfachen Zusammensein. Doch nun wurde er auch anderorts gebraucht. Er hatte eine wichtige Aufgabe und musste daher dieses schöne Land wohl noch für eine Weile verlassen. Allerdings wusste er, dass er früher oder später hierher zurückkehren würde. So, wie er es jetzt auch wieder tat, um seine alte Freundin zu besuchen. Er wusste, dass er sich viel zu selten hatte blicken lassen. Jedoch wusste er genauso, dass sie all die Zeit über an ihn gedacht hatte. So wie er immer an sie denken musste. Das Band, was damals zwischen der Hohen-Priesterin und ihm durch das Schicksal geknüpft worden war, schien unsichtbar. Aber er fühlte es noch genau wie damals; wie er es immer gespürt hatte. Er mochte sich zwar in einer anderen Welt aufhalten, aber er würde sie nie vergessen.


    Die Vermummte Gestalt zog ihren Mantel enger um den felligen Körper. Genug gedacht.
    Er hasste Regen. Trotzdem arbeitete er sich schnell weiter in Richtung des heiligen Yattatempels, der sich noch immer eisern hielt und in altbekannter Pracht vor ihm aufbaute. Wenigstens dieses Bauwerk erkannte er wieder. Er sprang am Waldrand von einem Baum und setzte seinen Weg auf dem Boden fort. Noch immer troff das Wasser von oben herab. Kein Wetter, bei dem man einen Hund vor die Türe schicken würde. Er musste schmunzeln. Nach einigen zahlreichen Metern hatte er endlich das Portal des Tempels erreicht.
    Mit großer Kraft öffnete er die Türen, sodass sie etwas knarrten. Im Vorraum brannten einige Kerzen, die einladend in der Zugluft hin und her tanzten. Er schloss bedächtig die Türe wieder.
    Sofort drangen viele unbekannte Gerüche in seine sensible Nase. Vor seinem inneren Auge entstanden zahlreiche Bilder; Gesichten. Sie berichteten von Gästen und Heimkehrern. Es war viel geschehen, seit er hier das letzte Mal nach dem Rechten gesehen hatte. Sonst war aber alles ruhig und friedlich.


    Mit schnelle Shcritten suchte er zielstrebig das Zimmer Zimmer der Hohen Priesterin auf. Er wollte klopfen. Wieder einmal, wie vor langer Zeit, zögerte er. Dann tat er es schließlich doch. Zweimal pochte er an die Türe.



    {"Na, Ginome? Bist du heute hier, oder haben dich deine Verpflichtungen sogar an deinem Geburtstag eingespannt? Vielleicht feierst du auch mit jemandem zusammen an einem schöneren Ort. Irgendwo, wo es weniger stark regnet als hier. Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und hoffe, dass du ein angenehmes Jahr haben wirst. Ich denk an dich, wo auch immer du gerade bist, auch wenn ich nicht mehr viel von mir hören lasse. Aber vergessen werde ich dich nie."}

    ooc: Schön,d ass es hier weitergeht, aber ich muss mich demnächst wohl leider doch ausklinken. Habe einfach zu viel zu tun und möchte ja nicht alle aufhalten... War aber nett, das wieder so zu lesen :)


    BIC:
    *Was war geschehen...? Tai erinnerte sich nur noch daran, dass er in dieser Art von Höhle mit einem Fremden und einem komischen, grünen Etwas gemeinsam gegen eine Horde an Skeletten gekämpft hatte. Energisch wehrte er sich gegen die Überzahl, wich Pfeilen aus und erledigte ein paar der Gegner, doch irgendetwas war hier anders als sonst. Tai wusste nun, dass er definitiv nicht in Yattaland gelandet war, so sehr er es sich auch gewünscht hatte. Viel zu seltsam war das alles hier... Okay, zugegeben. In Yattaland war einige seltsam. Aber diesen Grad an Eigenartigkeit hatte er in Yattaland nicht erlebt. Vor allem schienen seine Kräfte rapide zu schwinden. Dies war etwas, das er so gar nicht kannte. Er keuchte, stöhnte und schlug kräftig nach dem nächsten Bogenschützen. Doch zu spät... der Pfeil hatte ihn gestreift und ein zäher Schmerz durchführ den Wolf.
    Sofort folgte seine Reaktion und er schaffte es, seinen Gegner auszuschalten. Doch was auch immer dieser Pfeil genau war, es war kein gewöhnlicher Pfeil. Kaum hatte er seine Aufgabe erledigt, verschwamm die Umgebung vor seinen Augen. Die Stimmen der beiden Fremden und die stummen Schreie der Kämpfer samt ihrem unheimlichen Knochengeklapper nahm er nur noch wie durch einen Schleier wahr.
    Fluchend sackte er zusammen; dann wurde alles schwarz.


    Er bemerkte nicht, wie Fenrael ihn aufhob und ihn versuchte zu wecken. Er bemerkte auch nicht, wie ihn dieser mithilfe einer Blume heilte. Und glücklicherweise blieb ihm auch das Gezerre erspart, als Fenrael und seine Pflanze ihn auf den Karren schoben.


    Erst einige Zeit später wacht er durch das Geruckel des kleinen Karrens auf und öffnet langsam seine Augen. Er erkennt die beiden Fremden neben ihm und die Luft scheint rein zu sein. Hastig tastet er nach seiner Verletzung, doch sie scheint verschwunden.*


    "Wo ist denn...? Fenrael, ich schätze das warst du oder? Du hast mich geheilt und vor diesen Dingern gerettet. Danke."


    *Sein Blick fällt auf das Galleartige, belustigte Ding neben Fenrael. Hastig fügt er hinzu.*


    "Und ich gehe mal stark davon aus, dass du auch deinen Teil dazu beigetragen hast, oder Raanfle? Danke auch dir."


    *Dann wendet er sich wieder an den Zauberer, denn so einer scheint er wohl zu sein, wenn er so heilen konnte. Sein Blick verfinstert sich etwas.*


    "Fenrael, ich weiß nicht, was genau passiert ist. Aber da unten bei den Untoten... Ich habe fast meine ganze Kraft verloren. Wo bin ich hier bloß gelandet...?"

    *Tai ist überrascht, dass Adromeda nach all dieser Zeit noch so dermaßen zutraulich ist und mit einem Satz auf ihm landet. Gierig schnüffelt sie mit der Nase in seinen Taschen. Offenbar war der Thunfisch doch nicht genug und der Wolf ahnt schon in etwa, worauf die kleine Dame hinaus will. Er lächelt nochmals und holt aus einem ledernen Beutel, der an seinem Gürtel befestigt ist, einige Waffelröllchen hervor.*


    "Okay... okay, schon gut!",prustet er entwaffnend.


    "Du hast ja gewonnen... hier hast du die Röllchen und alle Gute zum Geburtstag."


    *Tai legt die Waffelröllchen auf den Boden und erhebt sich dann vorsichtig. Kurz beobachtet er Andromeda noch und wendet sich dann zum Gehen.*


    "Also dann... mach's gut und pass mir auf Ginome auf, ja? Bis bald!"


    *Sprachs und machte sich wieder auf die Reise.*

    *Als Tai die kleine Waldkatze durch den Gang streifen sieht muss er sofort breit Grinsen.*


    "Dachte ich mir doch, dass ich dich so finden würde..."


    *Er lässt die Katze vorsichtig näherkommen, doch sie scheint wirklich keine Scheu zu haben; als habe sie ihn gleich erkannt. Er lächelt und beobachtet ruhig, wie die Katze sich über die Decke zu dem kleinen Paket vorarbeitet. Anscheinend hat sie nur Augen für den Inhalt. Oder sollte man besser sagen, eine Nase? behutsam beugt er sich vor, um die scheue Katze nicht zu verschrecken. Dann öffnet er das Paket langsam.*


    "Herzlichen Glückwunsch.. Schau mal, ich habe dir eine Dose mit Thunfisch und Joghurt mitgebracht. Da kann doch keine Katze widerstehen, oder?"


    *Schnell ist die Dose geöffnet und der Thunfisch serviert*


    "Ich denke, das ist besser als eine Torte", lächelt Tai und setzt sich neben die Katze. Die Dose stellt er auf den Boden, so dass Andromeda sie erreichen kann.*


    "Weißt du... Kira, das ist eine schwarze Katze. Und sie ist total verrückt nach Thunfisch. Ich dachte, ich bringe dir auch mal etwas mit... Man sagt, Katzen würde dafür alles um sich herum vergessen..."

    *Es war ein kühler Wintermorgen und nur langsam vermoten die Sonnenstrahlen das prachtvoll glitzernde Weis zu erwärmen, das sich während der letzten Monate über Yattaland ausgebreitet hatte. Der Schnee hatte das Land fest im Griff und neben den Tieren und Pflanzen schien fast alles Leben in eine Art Winterschlaf gefallen zu sein. Nicht störte diesen ruhigen Frieden. Nichts, außer das hastige Stapfen zweier Pfoten durch den Schnee. Eine vermummte Gestalt kämpfte sich durch die Schnemassen vorwärts. Hier und da ein Knister und ein Rauschen; bald hatte er es geschafft. Vor dem großen Tempeltor blieb er kurz stehen und holte Luft. Er sah das schwere Tor vor sich. Wie in einer Erinnerung aus alten Tagen. Wie viel Zeit war vergangen, seit er das letzte Mal durch diese Pforte gegangen war?
    Nur zögernd öffnete er das schwere Tor, bedacht darauf, keinen Ton von sich zu geben.


    Im Inneren des Tempels war ebenfalls alles ruhig. Leise aber zielstrebig schritt er auf das Zimmer der hohen Priesterin. Er wollte anknlopfen, zögerte aber. Stattdessen legte sorgfältig und feierlich er eine warme Decke und ein kleines Paket vor die Türe. Anschließend sah er sich um. Keiner da? Gut... er klopfte kurz an die Türe und wartete aufgeregt.


    {"Ob sie wohl da ist...? Sie wird doch ihren eigenen Geburtstag nicht vergessen haben..?}

    Friede... es bringt nichts, über verschütette Milch zu schimpfen. Egal, wer oder wie sie verschüttet wurde.


    Freut euch doch lieber, dass Yatta nicht nur auf ein Forum begrenzt ist. Yatta ist überall XD
    Und hey... das sag ich als überaus durch und durch Neutraler *gg*

    Naja du warst auch kein Yattaist und vermutlich bist du darum mit der Geschichte rund um Yatta nicht so vertraut ;)


    Aber ich kläre dich gerne auf :)


    Höre zu, und lausche den Worten des alten Geschichtenerzählers *räuseper*


    Vor vielen, vielen Jahre brachte ein Arkani-Anthro namens Arkani18 (oder von einigen liebevoll "Schwester Arka" genannt) als Erste die Kunde von Yatta ins Villageforum.
    Aber am besten siehst du dir selbst die Aufzeichnungen aus jener Zeit an (--> http://yatta-tempel.de/tempel/index.php?link=geschichte )
    Oder aber du lauscht meiner Erzählung zu den Ereignissen im Village weiter:
    http://yatta-tempel.de/tempel/…hp?link=gruendung&seite=1


    Allerdings begab Arkani18 sich vor einiger Zeit auf eine zweite, lange und große Reise. Jedoch ist sie wohl auf, wie man auf dem Foto erkennen kann. *gg*


    Das Bild stammt aus Second Life ;)
    Scheinbar gibt es dort auch Yatta :D

    *Tai musste leicht schmunzeln, als er Fenrael den bekannten Spruch aufsagen höre. Er fühlte sich zurückversetzt in die Zeit, als sein Kunshi ihm derartige Dinge beigebracht hatte. das war lange, bevor er seine ersten Prüfungen in der Wildnis überstehen musste.
    Zwar mochte er diesen Kunshi damals nicht wirklich, aber er musste rückblickend betrachtet zugeben, dass er bei ihm sehr viel gelernt hatte.


    Wo auch immer er hier gelandet war, die Kunshi dieser Welt schienen ihren Lehrlingen genau die gleichen, einfachen Sprüche beizubringen. Andererseits verriet dieser simple Spruch Tai auch etwas über die Gegebenheiten dieser Welt. So konnte er damit rechnen, dass in dieser Welt die Dinge ähnlichen Gesetzen folgten, wie in seiner eigenen Heimat. Zwar überraschte ihn dies etwas, andererseits war er während seiner Reisen schon an so vielen wundersamen Orten gelandet, dass er sich über ein Stück Normalität auch nicht wundern wollte.


    Er nickte Fenrael zustimmend zu, bemerkte dann aber die wachsende Unsicherheit in den Gesichtszügen seines Gegenübers. Prima. Den Spruch konnte er, fehlerfrei aufsagen, aber wo war da der Transfer? Die Anwendung? Die Königsdisziplin des Lernens.
    Als hätte Raenfle seine Gedanken erahnt, mischte er sich ein.*[/i]


    “Mann Mann Mann.. manchmal frage ich mich wie Du Deine Prüfung bestanden hast...“


    *Wieder musste Tai kurz schmunzeln. Ja, gute Frage. Aber die gleiche Frage konnte er sich auch selbst stellen. Dummerweise wusste er nur zu gut, dass ausgerechnet der Teil seiner Prüfung, der ihm am schwersten gefallen war, auch in einer Höhle abgehalten wurde. Keine gute Ausgangslage. Denn hier unten galten andere Regeln, als im Wald bei Tageslicht; seinem Element. Hier half die Sonne nicht wirklich weiter.*

    “Such' nach Moos Du verblödeter Alchemist! Moos wächst immer im Norden!“


    Fenrael quittierte diesen Ausbruch eines Einfalls mit einem stillen, fragenden „Moos?“ und begann sich umzusehen. In der Höhle schien sogar eine Art von Baum zu wachsen, doch konnte man wirklich davon ausgehen, hier Moos zu finden? Fenrael tat ihm leid, denn das Vorhaben schien für den Halbwolf beinahe unmöglich. Etwas kleinlaut wandte sich der Halbwolf an Raenfle.
    Er wollte dies eigentlich nicht tun, doch er musste diese Sache unbedingt zu Sprache bringen. Fast, als hinge sein Seelenheil und das Fenraels davon ab, begann er zu sprechen.*[/i]


    “Ich möchte dir nicht zu nahe treten, mein grünlich schimmernder Freund, aber glaubst du wirklich, dass wir in einer dunklen Höhle wie dieser Moos finden?
    Soweit ich weiß benötigen selbst diese robusten Pflanzen Tageslicht zum Leben. Die Frage ist, gibt es in dieser Höhle einen Ort mit Streulicht?
    Mir scheint, es ist hier so dämmrig, dass ich kaum die Pfote vor Augen sehen kann… wie hier etwas wachsen soll, ist mir rätselhaft.“


    *Doch damit nicht genug. Als hätte der Wolf gerade Clippy (den fröhlich-freundlichen Office-Assistenten) und als Nachtisch die Wikipedia gefrühstückt, sprudelte es munter weiter aus ihm heraus.*


    “Abgesehen davon… meines Wissens nach hängt es stark damit zusammen, woher der Wind weht. Denn je nach Wind richtet sich Moos aus. Es wächst also nicht immer nur gen Norden… in meiner Heimat ist es sogar Westen.
    Das heißt…“


    *Nach diesem Schwall an Klugscheißereien musste er sich doch zusammennehmen. Einerseits tat ihm Fenrael richtig leid, angesichts des sich aufplusternden grünlichen Klumpens. Andererseits bemerkte er jetzt gerade auch, dass in dieser Welt durchaus doch andere Regeln gelten könnten. Mit einer entschuldigenden Geste richtete er sich wieder an Raenfle.*


    “Verzeih, ich wollte dich nicht kränken. Fakt ist, dass mir diese Welt fremd ist. Alles, was ich kenne, sind die Gesetze meiner Welt. Doch wenn ich den Lehrspruch richtig deute, besteht die Chance, dass sich unsere Welten gar nicht so sehr unterscheiden.
    Was ich sagen will ist… warum halten wir uns lange mit der Suche nach Norden auf?“


    *Sprach er und zückte aus seiner Beintasche einen scharfen, kurz im dämmrigen Licht aufblitzenden Gegenstand hervor. Er schlug mit dem Gegenstand eine Kerbe in die Höhlenwand. Einen Pfeil. Man konnte ihn relativ gut erkennen und auch beim Tasten gut spüren.*


    “Wenn der Erschaffer dieser Höhle nicht gerade ein geisteskranker Irrer mit einer sadistischen Vorliebe für undurchdringliche Labyrinthe oder tödliche Fallen war und Daidalos hieß, dann dürfen wir doch früher oder später den Ausgang finden, oder?“


    *Er sah Raenfle direkt an. Fenraels Blick wich er aus. Er wollte ihn mit seiner Äußerung nicht beleidigen, es ging eher darum, dass er klarstellen wollte, dass er eben diesen Mann nicht für einen solchen Daidalos hielt.*


    “Warum brechen wir nicht einfach auf und suchen uns einen Ausweg? Die Pfeile könnten uns helfen, falls wir uns verlaufen sollten. Was meint ihr?
    Eventuellen Skeletten sind wir zu dritt sicherlich gewachsen.“

    *Nachdenklich mustert der Halbwolf das vorlaute Wesen noch etwas. Es war also eine Art Schöfpung Fenraels, das dazu diente "Fremde zu verhauen" oder sie mit Blitzen zu verzaubern. Tai konnte sich nur zu gut ausmalen, wie eine solche Verzauberung aussehen könnte... Vermutlich diente dieses Wesen zum Schutz Fenraels, wenn es auch irgendwie gehässig wirkte. Von seiner Art erinnerte es Tai an seinen alten Gefährten Panchu. Hatte man einst hinter die honigzuckersüße Fassade des Pandir-Puchu-Mischlings geblickt, glaubte man seinen Augen nicht zu trauen. Eben "außen hui, innen pfui", wie man so schön sagt. Doch das traf keinesfalls auf dieses grünliche Ding zu. Wie hatte es sich noch gleich genannt?*


    "Raenfle...", wiederholte Tai grübelnd. Der Name sagte ihm nichts und auch dessen Klang war fremd für ihn. Fenraels Name war für Tai ebenfalls schwer zu merken, aber er erinnerte ihn an die Legende des Erzengels "Tyrael". Ob die Bewohner hier eine ähnliche Geschichte hatten? Oder ob sie gar Ähnlichkeiten mit dem Volk der Horadrim gab? Er wusste es nicht mit Sicherheit, denn er war noch nie einem der Horadrim begegnet. Er kannte dieses Volk nur aus Überlieferungen, was auch nicht verwunderlich war. Alle Überlebenden hatten vermutlich längst das Zeitliche gesegnet.


    Der Halbwolf wurde erst wieder aus seiner Grübelei gerissen, als er Fenrael laut schimpfen hörte.


    "Es reicht! Weißt Du wo der Ausgang ist? Ja oder Nein?"


    *Auch wenn Tai diesen Gefühlsausbruch für unklug hielt, sprach er ihm doch aus der Seele. Auch er wollte schleunigst hier heraus. Umso erfreuter war er über die Andeutungen, die Raenfle machte. Tai nickte dankbar.*


    "Danke, Raenfle. Ich denke, dann gehen wir mal los. Hoffentlich kommt dir die ein oder andere Stelle in dieser Einöde bekannt vor... sollen wir?"


    *Dann hielt er kurz inne. Süden hatte Raenfle gesagt. Wo war denn hier Süden? Verfluchte Dunkelheit...*


    "Hmm... ich nehme nicht an, dass einer von euch zufällig weiß, wo Süden liegt, oder?"

    OOC: Toll, dass du auch mitmachst, Nao :) Vielleicht triffst du dich ja mit dem Pferd und irgendwo begegnen sich dann die beiden Gruppen ^^


    BIC:
    *Der Reisende, der sich selbst ‚Tai’ nannte spürte den Blick des Fremden auf sich. Fenrael schien ebenfalls lange zu überlegen. Das hatte aber auch sein gutes, denn wenn Tais Frage irgendwie peinlich gewesen wäre, hätte er sich schon längst über ihn lustig gemacht. Da aber jeglicher Hohn ausblieb, war der Halbwolf zunächst erleichtert.


    Diese Erleichterung machte jedoch bald auch einer großen Enttäuschung Platz. Denn Fenrael gab tatsächlich zu, dass er ebenfalls weder wusste, wo er gelandet war, noch wie er hergekommen war.
    Stattdessen verwies er auf das eigenartige Ding neben seinen Füßen. Aufmerksam sah Tai es sich an. Es war irgendwie ein grünlicher Klumpen. Aber was genau, vermochte er nicht zu sagen.


    {Und dieser Haufen Elend soll tatsächlich gesprochen haben? Sachen gibt’s….}


    Noch eigenartiger war aber, dass dieser Fremde namens Fenrael nach Aussage des Klumpen wohl diese… Welt erschaffen haben soll. Nun blieb Tai der Mund offen stehen.
    Entweder spann sich Fenrael etwas zusammen, oder aber er litt unter Gedächtnisschwund. Nachdenklich nickte Tai und wollte nachsetzen, da fiel ihm eine Stimme dazwischen.*


    “Du Trottel!
    Wenn Du kein Leben erschaffen kannst - woher kam dann die Blume? Das war bestimmt der heilige Geist gewesen.. ganz bestimmt! Und jetzt stell mich diesem Fellknäuel mal vor!“


    *Nun war Tai wirklich sprachlos… und das hatte etwas zu bedeuten. Also schied Möglichkeit b aus. Fenrael hatte sich das nicht nur ausgedacht. Sofort blickte Tai zu dem kleinen, grünlichen Ding herunter. Er hätte ihm gerne die Pfote gereicht, wusste aber nicht, ob das nicht unter gegebenen Umständen eher als Beleidigung aufgefasst werden würde. Und die Art, wie sich das grünliche Ding ausdrückte sagte auch deutlich, dass er es mit einem ziemlich… eigenwilligen Wesen zu tun hatte.
    Tai lächelte etwas verlegen. Das „Fellknäuel“ überhörte er gekonnt.*


    “Oh.. verzeih mir bitte. Ich hatte keine Ahnung, dass wir beiden nicht alleine Sind. Gestatten? Man nennt mich Tai. Tai Ookami. Und mit „Fellknäuel“ hast du gar nicht so unrecht… zumindest gehöre ich der Art der Fellwesen – der Kegawajin - an. Aber ich denke mal, dass diese Art hier nicht verbreitet ist…
    {Ich scheine wirklich unheimlich weit vom Kurs abgekommen zu sein.}, dachte er noch bei sich und fuhr dann fort:*


    “Doch sag, wie nennt man dich, einfarbigen Fremden?“


    *Nun wartete er auf eine Antwort und nickte dann wieder nachdenklich. Schließlich sprach er:*


    “Aber gut, du hast recht. Offenbar kann Fenrael wesentlich mehr, als er zugeben möchte, oder an das er sich erinnern kann. Nun… da gibt es nur eine Möglichkeit: Wir müssen deinem Gedächtnis auf die Sprünge helfen. „


    *Tais Augen blitzen listig auf und er wandte sich an den grünlichen Klumpen.*


    “Ich habe ja mal gehört, Schläge auf den Kopf sollen Wunder wirken…“


    *Dann winkte er jedoch lachend ab.*


    “Nein, keine Angst. Das war nur ein Scherz… Ich schlage mal vor, wie suchen einen Ausweg aus dieser Höhlenwelt. Grünling, du weißt nicht zufällig, wo er sich befindet, oder?“