Das war die Pokémon-GO-Safari-Zone in Yokosuka

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Das war die Pokémon-GO-Safari-Zone in Yokosuka

      Filb.de schrieb:

      Filb.de-News #4170 von Filb.de-Team am 12.09.2018 um 05:02 Uhr

      Vom 29. August bis 2. September fand in Japan das Event „Pokémon GO Safari Zone in YOKOSUKA“ statt. Niantic und The Pokémon Company in Kooperation mit der Stadt Yokosuka luden Spieler aus aller Welt ein, die Stadt und ihre schönen Parks zu erkunden und zahlreichen seltenen Pokémon zu begegnen. Die Stadt Yokosuka genießt den Ruf einer besonders international geprägten Stadt mit vielen ausländischen Geschäften und Bars, was nicht zuletzt an den dort befindlichen Militärstützpunkten der Vereinigten Staaten von Amerika liegt.

      Die Hauptveranstaltung der Pokémon GO Safari Zone fand in drei Parks gleichzeitig statt: im Verny Park, im Mikasa Park und im besonders weitläufigen Kurihama Flower Park, der etwas weiter entfernt vom Stadtzentrum zu finden ist.

      Wir haben die Veranstaltung am 30. August besuchen dürfen und haben nachfolgend natürlich einige Fotos und Eindrücke für euch mitgebracht.


      Anders als bei der Safari Zone in Dortmund, die am 30. Juni und 1. Juli statt fand, konnte in Yokosuka nicht einfach jeder Besucher an der Veranstaltung teilnehmen. Die Menge an Besuchern, die für die japanische Safari Zone erwartet wurde, überstieg womöglich sämtliche Kapazitäten, sodass einige Wochen vorher eine Verlosung von Eintrittskarten mit besonderen QR-Codes statt fand. Erst mit Hilfe dieser Codes wurden die Ingame-Events nach einem sogenannten Check-In freigeschaltet. Die Eintrittskarten waren somit äußerst begehrt, denn immerhin konnten die Besucher auf Begegnungen mit seltenen Pokémon hoffen. Vor allem Tropius, das es sonst nur in Afrika und im Mittleren Osten zu fangen gibt, wollten sich viele Fans unter den Nagel reißen. Auch mehrere Formen von Icognito durften natürlich nicht fehlen, erhältlich waren , , , , , , und , die zusammen den Begriff „YOKOSUKA GO!“ ergeben. Neben Massenaufläufen von Pikachu, Geckarbor, Flemmli, Hydropi und Barschwa tauchten zudem auch besonders viele Schillernde Wingull auf. Allen Teilnehmern wurde zudem eine ganz besondere Spezialforschung präsentiert, die zum Fangen von weiteren seltenen Pokémon aufrief: Tanhel, Trasla und Bummelz. Auch diese Pokémon zeigten sich dementsprechend häufig auf dem Veranstaltungsgelände. Entlang der einzelnen Parks wurden außerdem besondere PokéStops eingerichtet, die unter dem Titel „Memory Lane“ die Ladebildschirm-Illustrationen der vergangenen Jahre präsentierten. Zum Weiterverschicken in Form eines Geschenks an Freunde war dies eine tolle Idee.

      Es sind auch viele Besucher ohne Eintrittskarte angereist, in der Hoffnung durch die neue Tauschfunktion an die neu erhältlichen Pokémon, aber auch an weitere seltene Pokémon zu kommen. Besonders ausländische Besucher wurden sehr oft nach Pokémon wie Tauros, Skaraborn, Illumise oder Qurtel gefragt. Wir als Europäer konnten leider nur Pantimos und Corasonn mitbringen — beides Pokémon, die in Japan bereits erhältlich waren und somit nicht begehrt sind. Insbesondere hier hat Niantic aber auch viel Potential verspielt: Durch die Limitierung auf einen Spezialtausch pro Tag wurde so manche Begegnung bereits im Keim erstickt, da viele Spieler entweder bereits kurz nach Veranstaltungsbeginn ihren Spezialtausch verbraucht hatten oder in der Hoffung auf einen besseren Deal ablehnten. Dem ausgeprägten internationalen Charakter, den das Event allein schon durch die Wahl des Veranstaltungsortes ausstrahlte, wurde dies nicht gerecht. Wir hoffen, dass Niantic hier bei zukünftigen Events nachbessert und zumindest für die Teilnehmenden vor Ort die Limitierung auf einen Spezialtausch pro Spieler und Tag für die Dauer der Veranstaltung aufhebt.

      Venry Park

      Unser erstes Ziel war der Venry Park, der sich in der Nähe des Yokosuka-Hauptbahnhofs befindet. Der Park ist nach Léonce Verny, einem französischen Schiffsbauer, der 1865 nach Yokosuka kam und dort maßgeblich beim Aufbau eines großen Werftkomplexes beteiligt war, um Kriegsschiffe im westlichen Stil für das Tokugawa-Shogunat zu produzieren. Vernys Einfluss auf den zu dieser Zeit in Japan eingeleiteten Modernisierungsprozess war so groß, dass nicht nur der Park nach ihm benannt wurde, ihm zu Ehren wurde auch ein kleines Museum am Park angelegt. Dort wird unter anderem ein gigantischer Dampfhammer niederlänischem Ursprungs ausgestellt, welcher 1866 nach Japan verschifft wurde und eindrucksvoll die Dimensionen von Werkzeug und Bauteilen im Schiffsbau vermittelt. Das Parkgelände selbst liegt direkt am Ufer und bietet so einen direkten Blick auf sowohl amerikanische als auch japanische Kriegsschiffe. Bei unserem Besuch fielen uns einige U-Boote und sogar ein Flugzeugträger auf.

      Gleich zu Beginn begrüßten uns im Spiel die großen „Check In“-Hinweise an mehreren PokéStops. Das Event startete dann gegen 10 Uhr morgens und alle Besucher begannen konzentriert in das Spiel einzutauchen. Zeitweise war bis auf die Hintergrundmusik, die über mehrere Lautsprecher abgespielt wurde, nicht viel zu hören. Erst nachdem die ersten Tropius eingesackt wurden, begannen die ersten Spieler nach Tauschpartnern zu suchen.

      Auf dem Parkgelände gab es mehrere Verkaufsstände für Essen und Trinken, eine Fotowand mit den drei Pokémon-GO-Teamleitern, einen kleinen Pokémon-Center-Popup-Store, schattige Plätze zum Entspannen und weitere Sitzgelegenheiten. Verteilt wurden auch tolle Uchiwa-Fächer im Pokémon-Design, die gegen die sengende Hitze von ca. 35 °C im Schatten helfen sollten.

      Nach ein paar Stunden machten wir uns dann auf den Weg zum Mikasa Park. Auf dem Weg dorthin begegneten uns zwar keine Tropius und Icognito mehr, jedoch alle anderen oben genannten Pokémon in erhöhter Anzahl. So konnte man auf dem Weg zum nächsten Park leicht einigen Schillernden Wingull begegnen.

      Mikasa Park

      Das Highlight des Misaka Parks ist sicherlich das Kriegsschiff Mikasa, nachdem der Park auch benannt wurde. Die Mikasa wurde bereits 1902 fertig gestellt und sank trotz zahlreicher Gefechte nicht etwa im Einsatz, sondern rund drei Jahre später bei einer Munitionsexplosion im Hafen der Stadt Sasebo. Die Mikasa wurde daraufhin aus dem Hafenbecken geborgen, repariert und 1907 wieder in Dienst gestellt, bis sie 1921 entgültig stillgelegt und in Yokosuka als Museumsschiff genutzt wurde. Heute ist die Misaka nach Aufwensiger Restaurierung auf dem ursprünglichen technischen Stand von 1902 und zugleich das letzte weltweit verbliebene Schlachtschiff der Prä-Dreadnaught-Ära.

      Vor der Mikasa und weiter im Park bot sich uns eine ähnlich strukturierte Veranstaltungsfläche wie bereits zuvor, wobei wir einge Formen von Icognito fanden, die es im Venry Park nicht gab, so zum Beispiel das „!“-Icognito.

      Hier fanden wir die gleichen Verkaufsstände sowie zahlreiche tauschwillige Spieler, denen wir als Europäer aber nicht viel bieten konnten. Wir fanden dann aber doch einige Trainer, die dazu bereit waren, ein für uns seltenes Icognito gegen ein deutsches Pantimos zu tauschen. Mit weiteren Spielern tauschten wir einfach nur Freundescodes aus, um uns später Geschenke hin- und herzuschicken.

      Kurihama Flower Park

      Verglichen mit den anderen beiden Locations war der Kurihama Flower Park besonders groß. Wie der Name schon sagt, gibt es hier zahlreiche Blumen zu bewundern. Da der Park sich auf einer bergigen Landschaft befindet, verkehrt auch ein Bus im Straßenbahn-Design, der zwischen dem Eingang im Tal und dem Gipfel pendelt. Die bessere Aussicht hat man aber, wenn man den Weg zu Fuß beschreitet, denn der Rückweg führt dann sogar über eine andere Route. Auf dem Gipfel befindet sich neben einigen Läden ein Spielplatz, der für das Event auch eine Fotowand mit den drei Teamleitern aus Pokémon GO geschmückt wurde. Diese befand sich vor einer riesigen Godzilla-Figur, die gleichzeitig auch eine Rutsche für Kinder darstellt.

      Gegen Abend sind wir dann noch einmal zurück zum Anfang gefahren, um den beleuchteten Venry Park zu bewundern. Am Bahnhof haben wir zudem einen Stand mit leckeren Taiyaki in Karpador-Form gefunden, so wie sie auch im Spiel Pokémon: Karpador Jump unter dem Namen „Karpador-Krapfen“ vorkommen.

      Wir danken Niantic für die freundliche Bereitstellung der Zugangscodes.
      Bericht von Daniel von Dombrowski und Benjamin Wahlen.
      Quelle: filb.de/forum/index.php?thread…-safari-zone-in-yokosuka/